Black Butler – The parallel World ~ Kapitel 1: Die Phantomhives

Black Butler the parallel world

Hej!

Willkommen zu meiner ersten Fanfiction: Black Butler – The parallel world!

Black Butler fand ich schon von Anfang an unglaublich spannend und mitreißend, also habe ich es eines Tages als Vorlage für eine Geschichte genommen. Die Frage, die ich mir dabei gestellt habe, war: – und diejenigen, die Black Butler kennen, werden wissen was ich meine – Was wäre passiert, wenn Ciel Phantomehives Eltern nicht gestorben wären?
So kam es also zu dieser Fanfiction!

Ich hoffe, ich habe eure Neugier geweckt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

~Rika


Black Butler – The parallel world

Kapitel 1: Die Phantomhives

Ich war umgeben von Dunkelheit.
‚Wo bin ich…?‘
Alles was man vernehmen konnte, war drückende Stille.
„Mama? Papa?“
Durch diese Stille und Verlorenheit hindurch, hörte ich auf einmal Schritte. Es schien noch jemand hier zu sein.
„Hallo?“
Die Schritte wurden lauter. Sie kamen auf mich zu.
„Wer ist d-?“
Aber plötzlich, noch bevor ich zu Ende gesprochen hatte, wusste ich, dass die Schritte von keinem menschlichen Wesen stammten.
Und dann rannte ich los. Ich versuchte vor der Kreatur zu fliehen, aber auch wenn meine Beine mich so schnell trugen, wie sie konnten, schien das Monster mir immer näher zu kommen.
Ich hatte das Gefühl, dass mein Herz zerspringen würde, so laut klopfte es vor Angst.
„LASS MICH IN RUHE!!“, schrie ich.
Einen Augenblick später blieb ich abrupt stehen.
Es stand vor mir.
Ich konnte nur seine Umrisse erkennen. Es war eine große Gestalt, die einen Frack trug. Mit einer mir seltsam vertrauten Stimme sagte die Person:
„Junger Herr.“

Einen angstvollen Schrei ausstoßend, riss Ciel Phantomhive seine Augen auf. Das Erste, das er sah, war das Gesicht eines Butlers, das noch etwas verschwommen über ihm ragte.
„T-Tanaka-san…?“
Tanaka-san, der oberste Butler der Phantomhives, stand mit einer Tasse Tee in der Hand neben Ciels Bett.
„Hattet ihr einen Alptraum, junger Phantomhive?“, fragte er besorgt.
„J-Ja…“
„Oje, zum Glück war es nur ein Traum. Beruhigt Euch erst einmal und kommt dann zum Frühstück.“
Der Butler reichte ihm die Tasse und verließ nach einer kurzen Verbeugung das Schlafzimmer.
Ciel selbst starrte verwirrt auf den Tee und versuchte einen klaren Kopf zu bekommen.
„Nur… ein Traum…“

Wir befinden uns im 19. Jahrhundert, auf dem hochherrschaftlichen Anwesen der Adelsfamilie Phantomhive, das sich in England etwas außerhalb von London hinter einem schummrigen Wald befindet. Hier lebt der zwölfjährige Ciel mit seinen Eltern und ihrem Personal.
Was ihn wohl am heutigen Tage erwarten wird?

Einige Minuten später begab sich der Junge ins Speisezimmer, wo er schon zum Frühstück erwartet wurde.
„Guten Morgen, Ciel!“
„Guten Morgen!“
An einer langen Tafel saßen seine Mutter, Rachel Phantomhive, und sein Vater, der Earl Vincent Phantomhive. Er setzte sich zu ihnen und erwiderte den Gutenmorgengruß.
„Hast du gut geschlafen?“, wurde er von seiner Mutter gefragt.
Ciel blickte zu ihr und als er ihr beruhigendes Lächeln sah, fühlte er sich schon viel besser.
„Ja… Ich hatte nur einen seltsamen Traum…“
Die große hölzerne Flügeltür zum Saal öffnete sich und Tanaka kam herein, um seinem Herrn frischen Tee zu servieren.
„Na, seht doch mal, wer da ist!“, meinte Vincent Phantomhive und blickte an seinem Butler vorbei, „Sebastian ist auch schon wach.“
Der Sohn folgte dem Blick seines Vaters: „Sebastian!“
Ihre Aufmerksamkeit hatte sich auf einen großen, braunen Hund gerichtet, der gerade herein trabte. Er nahm zu den Füßen des Earls Platz und legte den Kopf auf seine weichen Pfoten. Wenn man ihm tief in die Augen blickte, bemerkte man etwas überaus Intelligentes darin, aber gleichzeitig schien der Hund seinem Besitzer mit diesem Ausdruck auch versichern zu wollen, dass er immer an seiner Seite bleiben würde.
Ciel trank seine zweite Tasse Tee an diesem Morgen und bediente sich an einem Teller mit Scones.
Der Traum von letzter Nacht ließ ihn immer noch nicht los. Was hatte ihn verfolgt? Aus reinem Instinkt wusste er, dass es kein Mensch gewesen sein konnte. Aber was war es dann? Ein Monster? Ein Gott? Ein…Teufel?
Grübelnd biss Ciel in ein Scone.
„Elizabeth kommt heute Nachmittag zu Besuch“, sagte Rachel und riss den Jungen aus seinen Gedanken.
Dieser hob seinen Blick und ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht: „Lizzie kommt?“
„Ich wusste, dass du dich freuen würdest“, meinte sein Vater und lächelte ebenfalls, „Aber heute Vormittag steht zuerst Unterricht bei Mister Anderson an.“
„Ja!“
Nachdem er sein Frühstück beendet hatte, stand Ciel auf und verließ bester Laune das Speisezimmer.
Arthur Anderson war der Hauslehrer auf dem Anwesen der Phantomhives, denn Ciel hatte, wie viele Adelskinder in seinem Alter, privaten Unterricht.
Er klopfte am sogenannten Studierzimmer an, in dem die Schulstunden immer stattfanden. Einen Augenblick später wurde die Tür geöffnet und ein streng aussehender, etwas älterer Mann stand vor ihm. Er hatte einen weißen Vollbart, ebenso weißes Haar und auf seiner Nase saß eine kleine runde Brille. Zudem hatte er einen strengen, disziplinierten Blick, mit dem er Ciel gerade musterte. Insgesamt schien er also ein Lehrer von nicht besonders netter Sorte zu sein.
„Du bist zu spät, Phantomhive!“, seine Stimme war genauso furchteinflößend, wie man es erwartet hätte.
„Es tut mir sehr leid, Mister Anderson.“
Nach einem weiteren prüfenden Blick ließ er den Jungen herein.
In den nächsten Stunden musste Ciel lateinische Texte übersetzen, Gedichte vortragen und etwas über die Geschichte Englands lernen. Mister Anderson gönnte dem kleinen Phantomhive keine Pause und zog seinen Stoff mit genauester Sorgfalt und Präzision durch. Diese Lernmethode erwies sich jedoch als recht erfolgreich, denn Ciel war ein sehr guter Schüler.
Um Punkt zwölf Uhr wurde er pünktlich zum Mittagessen entlassen, das wieder im Speisesaal eingenommen wurde.
„Heute gibt es Steak mit Kidney-Pie und dazu Lachs-Sandwiches“, mit diesen Worten servierte Tanaka das Essen, „Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit.“
„Danke, Tanaka.“

Ciel stand in seinem Schlafzimmer und blickte aus dem Fentser. Es war schon nach 14 Uhr und Elizabeth war immer noch nicht da.
Elizabeth Midford war die Tochter eines Marquis und Ciels Verlobte. Beim altenglischen Adel war es durchaus üblich, bereits bei der Geburt verlobt zu werden und auch der Sohn des Earls bildete dabei keine Ausnahme. Außerdem verstehen sich die Beiden recht gut, da sie schon seit Kindestagen zusammen gespielt haben.
In diesem Moment fuhr eine stattliche Kutsche, gezogen von zwei starken braunen Pferden, heran und hielt vor dem Anwesen. Als Ciel sie bemerkte, rannte er augenblicklich aus seinem Zimmer, den Gang entlang und stürzte die Treppe hinunter. In der Eingangshalle traf er auf den Butler Tanaka, der gerade die Tür öffnete und den Jungen nach draußen geleitete.
Die Tür der Kutsche wurde fast zeitgleich geöffnet und ein Mädchen, ungefähr so alt wie Ciel mit blonden, lockigen Haaren und in einem rosafarbenen Rüschenkleid sprang heraus, gefolgt von einem Hausmädchen. Vergnügt sah sie dem Jungen entgegen, der eilends auf sie zugeschritten kam.
„Lizzie!“
„Ciieel!!“
Elizabeth sprang auf ihren Verlobten zu und umarmte ihn stürmisch.
„Ich habe dich sooo vermisst!!“
Earl Phantomhive und seine Frau erschienen nun ebenfalls bei ihrem Gast.
„Elizabeth! Wie schön, dich wiederzusehen, nach so langer Zeit“, empfing Vincent sie.
Lizzie erwiderte die freundliche Begrüßung.
„Lady Elizabeth, ich werde jetzt wieder nach Hause fahren. Morgen hole ich Sie um die selbe Zeit wieder ab, ich wünsche Ihnen viel Spaß!“, bemerkte das Hausmädchen, mit dem Elizabeth angekommen war.
„Danke, Paula! Bis morgen!“, verabschiedete sich die junge Lady von ihr und wurde daraufhin von ihren Gastgebern hereingeführt.
Eine Weile später saßen die beiden Kinder zum Nachmittagstee im großen Garten des Anwesens. Die warme Spätsommersonne strahlte auf sie und den elegant gedeckten Tisch, auf dessen strahlend weißem Tischtuch mehreren Törtchen, Kuchen, Scones, Macarons und natürlich der feinste Tee standen, herab.
„Danke, Tanaka-san! Diese Törtchen sehen unglaublich niedlich aus und schmecken so gut wie immer!“, Elizabeth machte sich bereits über ihr zweites süßes Stückchen her.
Tanaka verbeugte sich und antwortete dankbar: „Es freut mich, dass es Ihnen schmeckt“, dann ließ er sie für einen Moment alleine, um neuen Tee zu kochen.
„Weißt du, Ciel“, fing das junge Fräulein an, „Ich hatte letzte Nacht einen verrückten Traum! Ich habe geträumt, dass du wütend auf mich warst und ich geweint habe, aber am Ende haben wir zusammen Walzer getanzt!“
„Das ist ja komisch“, stimmte Ciel mit einem Schmunzeln zu, „Ich hatte letzte Nacht einen furchtbaren Alptraum… Ich wurde von einem Monster verfolgt.“
„Oh nein! Das klingt gruselig!“
Ihr Gespräch wurde von Ciels Mutter unterbrochen, die gerade zu ihnen ins Freie kam: „Ciel! Elizabeth! Tante Angelina ist zu Besuch gekommen!“
Eine Frau, ganz in rot gekleidet und mit ebenso roten Haaren, begleitete sie.
„Tante Ann!“, die beiden Kinder sprangen gleichzeitig auf und liefen auf sie zu.
„Ciel! Lizzie!“, rief die Frau ihnen zu, aber dann auch, „Verdammt, ich habe euch doch gesagt, ihr sollt mich nicht Tante nennen!! Nennt mich Misses!“
Ciel und Lizzie lachten nur und schließlich mussten die Frauen sich ihnen anschließen.
Der richtige Name der sogenannten Tante Ann lautete Angelina Durless und sie war die Schwester von Rachel Phantomhive und die Tante von Ciel. Aufgrund ihrer roten Haare und der meistens dazu passenden Kleidung, hat sie sich allerdings den Spitznamen ‚Madame Red‘ eingefangen. Als ihr Neffe und Elizabeth noch klein waren, beschäftigte sie sich gerne und oft mit ihnen.
„Ich kann leider nicht lange bleiben, denn ich muss bald wieder zurück nach London, um ein paar Dinge zu erledigen“, meinte Madame Red.
Als ihre Schwester das erwähnte, wurde Rachel hellhörig: „Nach London? Oh, Ann! Bitte pass auf dich auf! In letzter Zeit geht in London angeblich ein Mörder um…“
„Ein Mörder…?“
„Ja, er soll so brutal sein, dass die Leute ihn nur noch ‚Jack the Ripper‘ nennen!“
Geschockt sahen Ciel und Elizabeth sich an.
„Jack the Ripper…“

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